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Herkunft
Das Castillonais Pferd, auch « Cheval de Biros » ( Pferd von Biros ) oder «
Saint-Gironnais » genannt, stammt von wilden, sehr alten Pferdeschlägen ab,
welche man heute noch in den zahlreichen Grotten im Ariège als Höhlenmalerei
abgebildet finden kann. Das Pferd von Castillon wurde im Laufe der Zeit von
orientalischem und iberischem Blut beeinflusst, was heutzutage noch an
seinem besonderem Erscheinungsbild zu erkennen ist. Sehr stark bedroht durch
die Kreuzung mit Kaltblutpferden und der Abwanderung der Bevölkerung aus
seiner heimatlichen Bergregion, wie auch der Verlust seiner ursprünglichen
Nutzungsgebiete (Landheer, Landwirtschaft, Transport ), wäre dieses kleine
würdige Pferd, ohne den Eingriff einer kleinen Gruppe von Pferdeliebhabern
in den 80er Jahren, in völlige Vergessenheit geraten. Der Legende nach ist
seine Herkunftsquelle in Griechenland zu finden, sowie auch die der
besonders orginalen Trachtenkostüme aus Bethmale und Biros. Das Brandzeichen
auf dem linken Oberschenkel symbolisiert den spitzen Holzschuh von Bethmale.
Morphologie
Das Pferd von Castillon ist ein vielseitig nutzbares Pferd von einem
Stockmaß von 1,35 m bis 1,55 m, kastanien- bis dunkel- und schwarzbraun,
seine Besonderheiten sind braune Reflektierungen an den Flanken ( in
Frankreich „Feuermarken“ genannt) und eine hellbraun markierte Nasenspitze (
in Frankreich „Fuchsnase“ genannt ). Sein Hals ist mittelmäßig
proportioniert und gut orientiert, der Kopfansatz leicht, die Brust weit
offen und tief, der Rücken breit und stark, die Gliedmaßen gediegen und
muskulös. Seine Gangarten sind gestreckt mit einem starken Einsatz der
Hinterhand.
Zuchtgebiet
Wie auch sein Vetter, das berühmte Merenspferd, von dem es sich
hauptsächlich durch seine Farbe unterscheidet, wird das Pferd von Castillon
hauptsächlich im Ariège, in den Pyrenäen (Region Midi-Pyrénées ) gezüchtet.
Die Bestände
Um das Aussterben der Rasse zu verhindern wurden zwei Prioritäten gesetzt:
1- Genetische Verbesserung : in Zusammenarbeit mit dem Forschungslabor der
INRA und dem Staatsgestüt von Tarbes wurde ein Programm entwickelt um
jegliches Blutverwandtschaftsproblem zu vermeiden und den Standart der Rasse
genauestens zu respektieren.
2- Unterstützung der Zuchtphase mit der Erhaltung der jungen, dem Standart
entsprechenden Hengste
Ziel des Zuchtprogramms ist die Anzahl der Zuchtstuten von Qualität bis zum
Jahr 2014 zu verdoppeln.
Momentan zählt der Gesamtbestand der Rasse 302 Tiere.
Die Züchtung in Frankreich
14 registrierte Eintragungen in 2004 ( 12 en 2003)
44 Stuten -Pferd von Castillon- in 2004 gedeckt ( 32 in 2003 )
41 Stuten –Pferd von Castillon- in 2004 innerhalb der Rasse gedeckt (29 in
2003)
6 gekörte Hengste – Pferd von Castillon- in Aktivität in 2004 ( 6 in 2003)
22 Züchter* in 2004 ( 15 in 2003 )
*Züchter: Halter von mindestens einer Castillonais- Stute welche innerhalb
der Rasse gedeckt wird
Die Nutzung
Das Castillonais Pferd ist heute vollkommen zum Freizeitreiten in allen
seinen Formen geeignet. Es vergisst trotz allem nicht seine frühere Berufung
als Militärpferd, Kutschenpferd oder für landwirtschaftliche Nutzung, welche
seine Gewandtheit, seine Genügsamkeit, seine Ausdauer und seinen
unkomplizierten Charakter geprägt haben.
Die Berge sind sein vorgegebenes Gelände, es hat sich seit seinen jüngsten
Jahren mit ihnen vertraut gemacht. Keine Schwierigkeit entmutigt es, weder
die steilen Wege noch die harten Wetterbedingungen erschrecken es, es ist
übrigens ein wirkliches Vergnügen seine Heimat in aller Sicherheit auf
seinem Pferderücken zu entdecken. Seine Fähigkeiten als Tragetier und seine
Anpassungsfähigkeit an das harte Bergleben sind erstaunlich. Trotz seiner
Größe ist es den gleichen Anforderungen wie ein Maultier gewachsen. Seine
Fähigkeiten zum Anspannen haben nie aufgehört zu existieren, zum größten
Vergnügen der immer zahlreicher werdenden Liebhaber dieser Disziplin.
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